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18.08.2015, 20:46 Uhr
CDU wirft Bürgermeister Grote Versäumnisse und Tatenlosigkeit vor
Der Leserbrief in der GZ vom 6. August 2015 zum Stadtbild Braunlages hat neben vielen kritischen Äußerungen von Bürgerinnen und Bürgern bei der CDU-Ratsfraktion den Anstoß gegeben, sich trotz der derzeitigen "Ratsferien" zur Sache zu äußern.
Es werden allerdings nicht alle persönlichen Anmerkungen der Gäste aus NRW geteilt. Insbesondere der Außenanstrich von Häusern ist eine reine Privatsache und es gibt auch viele Menschen, die die Vielfalt der Farbe mögen. Gerade die Gäste aus Skandinavien, und hier zur Zeit sehr stark aus Dänemark, kennen dieses aus ihrer Heimat sehr gut. Ein großes Ärgernis ist nach Ansicht der CDU-Fraktion jedoch der Zustand von Wegen, Bürgersteigen und Plätzen. Und dass die Leserbriefschreiber das Grundstück des ehemaligen "Braunen Hirsch" als Schandfleck bezeichnen, ist absolut berechtigt. Die Verantwortung für diese teilweise unhaltbaren Zustände liegt - so die CDU-Ratsfraktion - im Rathaus und hier bei Bürgermeister Grote. Das Areal des ehemaligen "Braunen Hirsches" war in der Zeit nach dem Abbruch des Gebäudes eine "Augenweide" und die prachtvolle Blumenwiese ein begehrtes Fotoobjekt. Dass hier bis zum 12. August d. J. - an diesem Tag wurde endlich gemäht - eine Unkrauthalde entstanden ist, wäre zu vermeiden gewesen. Hätte Bürgermeister Grote den Auftrag erteilt, dass die Fläche weiter gepflegt und eingesät worden wäre, gäbe es dieses Ärgernis nicht, sagt stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Herbert Düker. Braunlages Ortsvorsteher Albert Baumann geht davon aus, dass Grote vielleicht den ehemaligen "Braunen Hirsch" schon länger nicht mehr gesehen hat: Das Grundstück liegt nicht auf seiner Tour von Hohegeiß zum Braunlager Rathaus und zurück, sagt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion. Aber auch die von Gras und Unkraut überwucherten Bereiche müssen nicht sein. Viele Beschwerden von Bürgern sind hierzu auch beim Ratsvorsitzenden Dr. Günter Benne eingegangen, der zudem Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins ist. Nach seiner Aussage sind die Zuständigkeiten hier klar geregelt und es gibt genaue Vorgaben, wer was zu erledigen hat. Bereiche die in die Zuständigkeit der Stadt fallen, müssen von der Kommune gereinigt und gepflegt werden, sagt Dr. Günter Benne. Dort wo die Grundstückseigentümer für Sauberkeit und Ordnung sorgen müssen, sind sie auf Grund der städtischen Satzung in der Pflicht. Und wo nichts passiert, muss die Stadt die säumigen Bürger ermahnen. Dieses ist wiederum die Aufgabe von Bürgermeister Grote, der seine Mitarbeiter entsprechend anweisen kann und muss. Die CDU-Ratsfraktion fordert den Bürgermeister auf, kurzfristig die schon lange notwendigen Schritte für eine Verbesserung der Zustände in die Wege zu leiten. Zur Zeit gibt es einige Zustände, für die man sich als Braunlager schämen muss.
aktualisiert von Jens Lutz, 19.12.2015, 10:55 Uhr